Dienstag, 26. Februar 2008

Es quillt empor
das Laub des Vorjahres
zwischen den Bäumen.

Ein violetter Strom
fließt durchs alte Laub herab
am Rand des Waldes.

Zwei junge Buchen,
alte Blätter vom Wind erstarrt
zu braunen Köchern.

Dienstag, 19. Februar 2008

Des Läufers Schritte
- ein Rabe tritt zur Seite -
auf fahlem Boden.

Freitag, 15. Februar 2008

Nur Stille im Kopf,
rundum Zeichen von Leere.
Verschlossener Tag.

Donnerstag, 24. Januar 2008

Blick aus dem Fenster

Mit den Vögeln
auf gleicher Augenhöhe
in ihrem Flug.

Dienstag, 22. Januar 2008

Voll Sehnsucht schwirrt
ein Pfeil dem Fleisch entgegen
noch unversehrt.

Sonntag, 9. Dezember 2007

Am Weg

Am lehmigen Weg
die Herbstreste zertreten
zu dunklen Zeichen.

Mittwoch, 7. November 2007

Im Regen

Regenschweres Laub
klatscht auf den nassen Asphalt
auf kurzem Wege.

Knisternd und prasselnd
durchkämmt der Regen den Wald
nach letzten Blättern.

Die Regenwolken
zerspiegeln die Stadtlichter
zum fahlen Schimmer.

Auf meinen Schultern
zerplatzt der Regen eifrig
in kleinen Schlägen.

Die Tage reißen
die Sprache aus meinem Kopf
ganz ohne Worte.

Tag auf Tag auf Tag
sickert durch mich hindurch
in großer Reinheit.